Hörsinn

Hörsinn

HörsinnDer Hörsinn ist für den Menschen immens wichtig, denn er leistet noch viel mehr als die Augen. Dazu war das Gehör eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Sie als Kind überhaupt sprechen gelernt haben. Leider wird gutes Hören häufig erst dann so richtig geschätzt, wenn die Ohren nicht mehr richtig funktionieren, z. B. im Alter oder bei erworbener Schwerhörigkeit.

Sensibles Konstrukt mit feinen Nerven

Das Ohr ist ein kompliziertes Gebilde, wobei die sichtbare Ohrmuschel den Schall auffängt. Dabei kommt es zu einer leichten Vibration im Trommelfell, das sich im Mittelohr befindet. Über Ihre Hörnerven werden Worte oder Geräusche dann an das Gehirn weitergeleitet, das für die Verarbeitung zuständig ist. Das Hören macht Ihnen die sprachliche Kommunikation mit anderen Menschen möglich und schützt außerdem vor Gefahren. Mit den Ohren können nicht nur ganze 400.000 verschiedene Töne in den unterschiedlichsten Frequenzen wahrgenommen werden – auch das Richtungshören ist im Alltag von Bedeutung, da es der Orientierung sowohl in Räumen als auch Außenbereichen dient.

Einsatz des Hörsinns beim „Dinner in the dark“

Wie wichtig der Hörsinn ist, wird erst dann klar, wenn einmal die anderen Sinne ausgeschaltet werden, z. B. die Augen. Dies ist bei Blinden, die ihr Sehdefizit durch den bewussten Einsatz der Ohren ausgleichen, auf die Dauer der Fall. Genaues Hinhören hilft ihnen dabei, sich in jeder Umgebung zurechtzufinden. Gerade durch das Nicht-Sehen werden die Ohren geschärft und die Wahrnehmungen feiner. Dasselbe passiert, wenn Sie das „Dinner in the dark“ besuchen. Im Dunkeln kommt es ganz automatisch dazu, dass sich die Ohren anstrengen und die Orientierung möglich machen. Was anfangs noch schwerfällt, wird durch die langsame Gewöhnung an die Dunkelheit einfacher. Ein ganz neues Gefühl und eine Schärfung der Sinne – insbesondere auch des Geschmacks – stellt sich ein, das noch lange nachwirkt.

Bildquelle: sokaeiko  / pixelio.de
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